Die Nacht, als Soldaten Verkehrspolizisten wurden – Im Gespräch mit Gabriele Gysi



In ihrem Buch „Die Nacht, als Soldaten Verkehrspolizisten wurden“ wirft Gabriele Gysi einen vielschichtigen, tastenden Blick auf die Geschichte und die Nachwirkungen der DDR. Der Titel verweist auf den 9. November 1989, auf jene Nacht, in der sich die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten öffnete und mit ihr scheinbar eine ganze Geschichte zu Ende ging. Doch was wurde damals tatsächlich beendet? Und was wurde verdrängt?

Gysi, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin, nähert sich diesen Fragen nicht mit fertigen Antworten, sondern mit Zweifel, Erinnerung und Widerspruch. Als Tochter von Holocaust-Überlebenden und geprägt von ostdeutscher Erfahrung blickt sie zurück auf die DDR – nicht verklärt, aber auch nicht bereit zur politischen Gleichschaltung der Erinnerung. Von einer gelungenen deutschen Einheit könne keine Rede sein, sagt sie, und stellt damit eine Frage, die für sie bis heute offen ist: Gibt es noch eine deutsche Frage?

Über diese und weitere Fragen spricht Gabriele Gysi mit Irmtraud Gutschke. Das Buch wird vor Ort käuflich zu erwerben sein.

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