Am 2. Mai 1933 besetzte die SA die Gewerkschaftshäuser, übernahm das Vermögen der Gewerkschaften und schaltete diese in der „deutschen Arbeiterfront“ gleich.
In Erinnerung an diesen schwarzen Tag und mit der Frage nach seiner Relevanz in Zeiten des Wiedererstarkens der Rechten, laden wir den Historiker Stefan Heinz zu einer Einführung in das Thema ein.
Anschließend zeigen wir Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Willi Bleicher – Widerstandskämpfer und Arbeiterführer“ von Hermann G. Abmayr, der an diesem Abend selbst vor Ort sein wird.
Der Gewerkschafter Willi Bleicher ging 1933 in den Widerstand. 1936 wurde er verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Er wurde nach Ende seiner Strafe in Schutzhaft genommen. Darauf folgten kurzzeitige Aufenthalte in einigen Gefängnissen, die in einer Überstellung ins KZ Buchenwald endeten, wo er bis kurz vor Ende des Krieges blieb.
Nach 1945 wurde Bleicher Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg und führte harte Konflikte mit den Arbeitgeberverbänden.
Nach dem Referat und dem Filmausschnitt wird es eine Diskussion zur Haltung der Gewerkschaft damals und heute geben. Diese wird geleitet von Daphne Weber.
Die Veranstaltung wird von ver.di Süd-West Berlin und dem Münzenberg Forum Berlin organisiert.
Bild (c): Privatarchiv Abmayr